Katharina Torwesten wurde in Münster geboren. Sie erlernte das Geigen- und Klavierspiel und erfüllte sich ihre Sehnsucht nach "Bewegung zu Musik" mit Flamenco- und Ballettunterricht. Die Entscheidung zwischen einer Laufbahn als Geigerin oder Tänzerin - für beides hatte sie die Hochschul-Aufnahmeprüfung geschafft - fiel zugunsten von Hannover, wo sie nach dem Abitur klassischen Bühnentanz studierte und zusätzlich eine Ausbildung zur Tanzpädagogin absolvierte. Außerdem war sie auch weiterhin musikalisch aktiv und spielte in Streichquartetten und Orchestern mit.
Nach dem Abschluss des Studiums mit der staatlichen Bühnenreifeprüfung und pädagogischem Diplom war sie viele Jahre als Tänzerin an verschiedenen deutschen Bühnen wie Bremerhaven, Münster, Brandenburg, Bautzen engagiert und begann im Rahmen von "Junge-Choreografen-Abenden" ab 1996, eigene Stücke zu kreieren. Parallel dazu war sie als Gastchoreografin für Oper, Operette, Musical und Schauspiel immer stärker gefragt, so z.B. bei den Eutiner Sommerfestspielen ("Carmen"). Darum entschloss sie sich, das Tanzen aufzugeben und gastierte als freie Choreografin einige Jahre in Freiburg, Plauen, Zwickau, Nürnberg ("Moulin Rouge"), Neustrelitz, an der Musikakademie Rheinsberg. Am Landestheater Hildesheim arbeitete sie bei "Kiss me, Kate" und "Der Opernball" mit Markus Hertel zusammen.
Nachdem sie 2005 am Landestheater Coburg mit einem Tangoabend erfolgreich war, trat sie zur Spielzeit 2008/2009 dort ihr erstes Engagement als Ballettdirektorin an.
Getreu dem Credo "Vielseitigkeit zeigen im Umgang mit verschiedenen Tanzstilen und Themen und dabei eine eigene Handschrift entwickeln" beschäftigte sie sich mit unterschiedlichen Perioden der deutschen Geschichte (Mittelalter: "Carmina Burana", Anne Frank, die 68er-Generation), aber auch mit Märchenstoffen ("Cinderella"), und erntete gleichbleibend begeisterten Publikumszuspruch in Coburg.
Seit Beginn der Spielzeit 2010/2011 hat sie am Schleswig-Holsteinischen Landestheater in kürzester Zeit ein neues Ensemble geformt und den Tänzern nach ihren individuellen Persönlichkeiten im "Glöckner von Notre-Dame" ausdrucksstarke Rollen "auf den Leib geschrieben". Als choreographische Vorbilder nennt sie John Neumeier und Mats Ek.
Die nächsten Ballettpremieren sind "Max und Moritz" (ab 23. Januar 2011) und "Born to be wild" (ab 29. April 2011.