Musiktheater

Jesus Christ Superstar

Rock-Oper
Text von Tim Rice / Musik von Andrew Lloyd Webber (in englischer Sprache mit deutschen Übertiteln).

Die letzten sieben Tage im Leben des Jesus von Nazareth - von seinem Einzug in Jerusalem bis zur Kreuzigung auf Golgatha - aus der Sicht seines Freundes Judas, der zum Verräter wider Willen wird, zu erzählten, war 1971, als "Jesus Christ Superstar" in New York unaufgeführt wurde, ein Affront aus streng theologischer Sicht. Das Musical zeigt einen durchaus menschlichen Messias mit Unsicherheiten und Schwächen behaftet, der als Instrument der Hoffnungsträger vieler vereinnahmt wird.

Judas treibt die Furcht um, dass die von Jesus begründete Bewegung von etlichen seiner fanatischen Anhänger für eigene egoistische Ziele missbraucht werde. Deshalb entschließt sich Judas, den jüdischen Priestern den Aufenthaltsort von Jesus zu verraten.

Trotz oder gerade wegen ihrer unkonventionellen Sicht auf die Hauptfiguren war die Rock-Oper schnell international erfolgreich.

Die unendliche musikalische Vielfalt von "Jesus Christ Superstar" - die Bandbreite reicht von Rock, Pop über Soul bis zum Jazz - ebnete Andrew Lloyd Webber den Weg zum Welterfolg.

Vorstellungsdauer ca. 2 Stunden (incl. Pause)

09.01.2010 19:30 Premiere Theater Flensburg
NEU!
C-Preise 24,- bis 34,-
12.01.2010 19:30 Theater Flensburg
D-Preise 17,50 bis 26,-
24.01.2010 19:00 Theater Schleswig
D-Preise 17,50 bis 26,-
30.01.2010 19:30 Theater Rendsburg
D-Preise 17,50 bis 26,-
30.01.2010 19:30 Theaterfahrt nach Rendsburg Heide
D-Preise 17,50 bis 26,-
31.01.2010 19:00 Theater Schleswig
D-Preise 17,50 bis 26,-
31.01.2010 19:00 Theaterfahrt nach Schleswig Husum
D-Preise 17,50 bis 26,-
21.02.2010 19:00 Theater Flensburg
D-Preise 17,50 bis 26,-
04.03.2010 19:30 Theater Itzehoe
*-Preise
15.03.2010 19:30 Theater Flensburg
D-Preise 17,50 bis 26,-
21.03.2010 19:00 Theater Schleswig
D-Preise 17,50 bis 26,-
21.03.2010 19:00 Theaterfahrt nach Schleswig St. Peter-Ording
*-Preise
05.04.2010 19:00 Theater Flensburg
D-Preise 17,50 bis 26,-
07.04.2010 19:30 Theater Schleswig
D-Preise 17,50 bis 26,-
09.04.2010 19:30 Theater Flensburg
D-Preise 17,50 bis 26,-
16.04.2010 19:30 Theater Flensburg
D-Preise 17,50 bis 26,-
22.04.2010 19:30 Theater Flensburg
D-Preise 17,50 bis 26,-
24.04.2010 19:30 Theater Flensburg
D-Preise 17,50 bis 16,-
26.05.2010 19:30 Theater Schleswig
D-Preise 17,50 bis 26,-
03.06.2010 19:30 Theater Schleswig
D-Preise 17,50 bis 26,-
10.06.2010 19:30 Theater Flensburg
D-Preise 17,50 bis 26,-
22.06.2010 19:30 Theater Flensburg
D-Preise 17,50 bis 26,-
27.06.2010 19:00 Theater Schleswig
D-Preise 17,50 bis 26,-
02.07.2010 19:30 Theater Flensburg
D-Preise 17,50 bis 26,-
03.07.2010 19:30 Theater Rendsburg
D-Preise 17,50 bis 26,-
09.07.2010 19:30 Theater Schleswig
D-Preise 17,50 bis 26,-
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… Flensburgs Stadttheater war restlos ausverkauft. Bereuen musste niemand den Theaterbesuch, denn Gastregisseur Jochen Biganzoli erzählt die Geschichte mit aktuellen, stimmigen und mitreißenden Bildern. Die Kostüme von Martina Lüpke sind absolut heutig, fetzig und sexy. Sibylle Meyer stellt eine waschechte Rockkonzert-Bühne auf, die faszinierendes Theater auf dem Theater ermöglicht. Hier lässt Biganzoli die Puppen tanzen; inszeniert Konsumrausch, Massenhysterie und Medienklamauk. Das Ganze würzt er stilsicher mit Varieté- und Showelementen. 
Das Landestheater-Ensemble hat der Regisseur an entscheidenden Stellen mit hochkarätigen Gästen aufgepeppt: Chris Murray etwa hat deutschlandweit so eine Art Abo auf die Rolle des Jesus Christus. Zu Recht, denn er singt und spielt ihn mit faszinierender Intensität und Bühnenpräsenz. Als sein Widerpart vermittelt Ralf Meyring die Verzweiflung und innere Zerrissenheit des Judas glaubhaft und mit heiserer Rock-Röhre. Aus dem Hause begeisterten Gabriela Kuhn als Maria Magdalena und das köstlich-sarkastische Schriftgelehrtenquartett aus Peter Schulz-Jaros, Helmut Tromm, Ansgar Hüning und Gerald Geiling. (…) Und unten im Graben gelingt unter der Leitung von Christoph Wohlleben ein beeindruckendes Crossover zwischen Sinfonieorchester und Rockband. Da bleibt kein Wunsch offen. Der Dauerjubel der Premierengäste am Ende sprach Bände.

Christoph Kalies; Flensburger Tageblatt, Schleswiger Nachrichten, Schleswig-Holsteinische Landeszeitung


(…) Jochen Biganzoli, Regisseur von "Jesus Christ Superstar" am Theater Flensburg, hat die Rock-Oper von Andrew Lloyd Webber und Tim Rice aus der Welt der Hippies in der Wüste, die die Uraufführung 1971 am Broadway suggerierte, in die Gegenwart geholt und damit in den Lauf der Geschichte hineingehoben. (…)  Was ist es auch mit dieser Menge, die Hosianna ruft beim Anblick des blond-schlank-sanft-muskulösen Jesus und gleich darauf dem Schnäppchentaumel im Tempel die noch gewaltigere Anbetung widmet. Was ist es mit uns selbstverständlich vorzüglichgeren Menschen, die wir aus unserer Mitte die Herren Kaiphas, Annas und sonstige Priester losschicken, die Pöbelbewegung mittels Justizmord im Keim zu ersticken und für immer zu erledigen. Biganzoli hat diese Herren im Smoking mitten in das Publikum gesetzt. Atemverschlagend Politisches schält er also aus diesem 40 Jahre alten Stück rockmusikalischen Musiktheater und trotzdem liegt die Betonung auf Theater. Jochen Biganzoli führt seine Hauptdarsteller Chris Murray, Jesus, und Ralf Meyring, Judas, in das Absolute einer Freundschaft. Man weiß seit 2000 Jahren wie es ausgeht zwischen den beiden und doch folgt man jedem Atemzug, jedem Blick, jedem Zu- und Abwenden des Körper. (…) Es wurde betont genau musiziert, ganz ohne Sponti-Attitüde und gerade darum so besonders spannungsvoll. (…) Apropos, der Chor verdient ein Extralob. Singend und spielend vollbrachte der relativ kleine Klangkörper gemeinsam mit dem ebenfalls sehr engagierten und gut choreografierten Ballett, das Wunder, die Macht der Masse auf die Bühen zu bringen.

Irene Constantin; Neues Deutschland, 21. Januar 2010

Besetzung

Musikalische Leitung:
Christoph Wohlleben
Inszenierung:
Jochen Biganzoli
Choreographie:
Silvia Zygouris
Bühnenbild:
Sibylle Meyer
Kostüme:
Martina Lüpke
Chorleitung:
Bernd Stepputtis
Dramaturgie:
Renate Liedtke

Jesus von Nazareth: Chris Murray
Maria Magdalena: Gabriela Kuhn
Judas Ischariot: Ralf Meyring
Pontius Pilatus:  
Alan Cemore / Kevin Armstrong
Kaiphas
Peter Schulz-Jaros  / Markus Wessiack 
Annas: Helmut Tromm
Petrus: Holger Ries
Herodes: Jörg Sändig
Simon Zelotes: Marc Seitz
1. Priester: Ansgar Hüning
2. Priester:
Lucian Cristiniuc / Gerald Geiling 
Fragende: Karyna Fedorchuk / Katrin Wölfle / Vicky van Zijl
Fragender: Rouben Sevostianov / 
Wojciech Zyffert
Soldat: 
Rouben Sevostianov / Wojciech Zyffert
Ein alter Mann: 
In- Tack Liem / Krysztof Wakarezi
Soulgirls:
Karyna Fedorchuk / Katrin Wöfle /
Vicky van Zijl
Gitarrist: Ture Rückwardt

Rockband:
Ture Rückwardt (Gitarre 1)
Christian Otte (Gitarre 2)
Felix Behrendt (E-Bass)
Jörg Hochapfel (Keyboard 1)
Merijn van Driesten / Peter Geilich (Keyboard 2)
Alexander Barkowsky (Drums)

Schleswig-Holsteinisches Sinfonieorchester
Ballettcompagnie
Damen und Herren des Opernchores
Herren des Extrachores
Statisterie