Collage ZukunftCOLLAGE ZUKUNFT

Kurs Darstellendes Spiel der Q1a-c
bei Frau Rademann, Gymnasium Kronwerk
Thema: Zukunft

Eingesendet am 13.05.2020

Collage Zukunft

Collage Zukunft

Collage „Zukunft“ des Darstellendes Spiel-Kurses der Q1a-c
bei Frau Rademann, Gymnasium Kronwerk Rendsburg März 2020

Szene 1: Evolutionsreihe „Rückentwicklung“ (von Mata und anderen)
Musik „: Spieler kommen einzeln auf die Bühne, stellen sich seitlich zum Publikum in ihre Pose (siehe Poster) – Freeze. Abgang.

Szene 2: Zukunftsvision – Handys (von Gotje und anderen)
Musik: Stepping stones“ Megan Wofford
Die Bühne ist abgedunkelt. Die SpielerInnen gehen umher, schalten nacheinander ihre Handys ein und schauen dabei nur auf ihre eingeschalteten Handys. Danach leuchten sie die anderen Spieler an und scannen sie von Kopf bis Fuß ab.
Choreo: in eine Reihe stellen – nach vorne schauen – Arm nacheinander (Welle) nach vorne strecken – Arme nacheinander nach li. ausstrecken – nach li. gucken – Arm zum Selfie, wie im Spiegel Haare richten, lächeln – telefonieren – wischen – scrollen – zocken – (Mimik) – Gehen durch den Raum wie mit Navi.
Ein Spieler wird zum Opfer. Wenn die anderen Spieler an ihm vorbeikommen, leuchten sie ihn an und rufen eine Beleidigung. Erst vereinzelt, dann immer mehr. Irgendwann steht das Opfer am Bühnenrand, hält sein Handy über seinen Kopf und schaltet es aus. Daraufhin fällt es auf den Boden. Eine Gruppe Menschen versammelt sich um das tote Opfer, leuchtet es kurz an, legt dann ihre Handys eingeschaltet auf den Körper und geht ohne Handys ab.

Szene 3: Was ist Zukunft? (von Johanna und Nele)
Zwei ProfessorInnen, die sich auf der Bühne um das Rednerpult und die vorderste Position zum Publikum und dessen Aufmerksamkeit streiten, indem sie sich gegenseitig verdrängen, wegschieben, den Presenter/ Zeigestock klauen, übertönen etc.
Gelehrte/r 1 (G. 1): Versuch einer Definition: „Zukunft ist jener von allen vergangenen Ereignissen nicht vollständig determinierte Zeit-Raum offener Möglichkeiten, auf den wir zukommen und der auf uns zukommt, solange es Gegenwart geben wird.“
Gelehrte/r 2 (G. 2) : Das Wort geht auf das Verb „kommen“ zurück und hatte im Mittelhochdeutschen noch eine religiöse Dimension im Sinn eines bevorstehenden Herabkommen Gottes, was sich auch in der identischen Wortbildung des lateinischen „adventus“= An-kunft/ Zu-kunft“ zeigt.
G. 1: Die Zukunft ist die Zeit, die subjektiv gesehen der Gegenwart nachfolgt. Die Vor-Frage zur Frage „Was ist Zukunft?“ muss also heißen: „Gibt es Zukunft?“ oder: „Existiert Zukunft?“
G. 1 und G. 2 (chorisch): Es scheint auf diese Frage nur zwei mögliche Antworten geben zu können: Ja oder Nein.
G.2: Diese beiden Antwortmöglichkeiten sind aber keineswegs neutral.
G.1: Der Gelehrte Augustinus schrieb 1600: „Wenn mich niemand fragt, was die Zeit sei, dann weiß ich es; aber soll ich sagen, was die Zeit sei, so weiß ich es nicht mehr.“
G.2: (Für „Zeit“ ließe sich hier sicherlich auch „Zukunft“ als eine ihrer drei Dimensionen einsetzen.)
G. 1: Das bedeutet: Dass es Zukunft gibt und was sie ist, scheint uns intuitiv wohl vertraut zu sein; aber sobald sich unsere mentale Aufmerksamkeit auf sie zu richten versucht, um diese Intuition in explizites Wissen zu verwandeln, entzieht sie sich in rätselhafter, nicht-trivialer Weise.
G. 2: Wir brauchen die Zukunft nicht erst zu suchen; denn wir tragen sie immer schon in uns.

Zitat: Die Zukunft hat viele Namen: Für Schwache ist sie das Unerreichbare, für die Furchtsamen das Unbekannte, für die Mutigen die Chance. Victor Hugo

Szene 4: Tiere der Zukunft (von Lina, Aran, Tom, Ole, Thore)
4 ProfessorInnen, je nach Habitat ihrer Forschung gekleidet, erläutern wie in einer Vorlesung ihre Spezies: (Die Bilder aus dem Internet wollen wir dazu per Beamer zeigen: weil sie aus dem Internet sind, fehlen sie hier.) Kostüme: Waldforscher in Tarnfarben, Meeresforscher mit Hawaihemd und Taucherbrille, Sumpf-Forscher mit Gummistiefeln und Wathose, letzter Forscher ganz in Grün-Oliv.
a) Ein Kolosskalmar ist etwa so groß wie ein Elefant, wiegt aber fast dreimal so viel, nämlich 18t. Er bricht auf seinen sechs kräftigen Beinen durch den Regelwald auf der Suche nach Nahrung und einem Sexualpartner. Sein Rüssel kann bis zu 3m lang werden und dient zum Riechen, Tasten oder als Werkzeug. Insgesamt besitzt der Kolosskalmar vier Augen: eins vorne, eins hinten und je eins auf jeder Seite. So kann er seine Umgebung genausten im Blick behalten. Mit seinem Rüssel erzeugt er pups ähnliche Geräusche, die bei der Partnersuche aber auch beim Konkurrenzkampf zwischen zwei Bullen eine entscheidende Rolle spielen. Ausgewachsene Kolosskalmare brauchen bis zu 600 Kilogramm Nahrung täglich, da sie Pflanzenfresser sind, ernähren sie sich überwiegenden Gras, Blättern, Wurzeln und Rinde.
b) Durch abgeschmolzene Gletscher werden die Küstenregionen der Erde in Zukunft unter dem Meeresspiegel liegen und mit seichten Wassern bedeckt sein. Hier herrscht das Phantom der Meere, eine Quallen-Kolonie, welches sich durch Segel fortbewegt, die den Wind einfangen. Der Räuber, welcher von den Staatsquallen abstammt, wird bis zu zehn Meter lang und bis zu vier Meter breit. Genau wie die Staatsquallen besteht das Phantom aus vielen Einzelteilen mit unterschiedlichen Aufgaben. Einige sind zum Beispiel zur Produktion der Giftstoffe zuständig, andere für die Verdauung der Nahrung. Die Tentakel tragen Saugglocken und kleine Nesselzellen, die bei Berührung aktiviert werden. In Sekundenbruchteilen injiziert ein Nesselfaden mithilfe einer Harpune die Giftmischung in die Haut. Kleinere Beutetiere zu denen Krebse und Fischlarven gehören, tötet das Quallengift sofort, größere werden gelähmt. Alle Nesselzellen enthalten zusammen so viel Gift, dass ein einziges Tier theoretisch 1000 Menschen töten könnte.
c) Am Äquator sind gigantische Sümpfe entstanden sind, in denen es heiß und feucht ist. Pflanzen können dort besonders gut gedeihen wie in einem Treibhaus. Daher sind im Laufe von vieler Millionen Jahre große Pflanzenfresser entstanden. Zu den imposantesten gehören die Dinoschildkröten mit einem Körpergewicht von über 120 Tonnen bei einer Höhe von 25m und einer Länge von fast 50m. Damit übertrifft die Dinoschildkröte sogar den Brachiosaurus. Aufgrund ihrer Größe bewegt sie sich nur langsam und schwankend fort. Ihr Maul ist mit einer 50 cm langen Zunge und 250 Zähnen ausgestattet, die sich zum Teil auch auf der Zunge befinden. Mit ihnen zermalmt die Dinoschildkröte Nahrung wie Blätter und Rinde. Ihre gezähnte Panzerung auf dem Rücken dient zum Schutz vor Feinden.
d) Hier sehen sie einen sogenannten Gärtnerwurm beim Sonnenbad. Dabei betreiben Millionen von einzelligen Algen in seinen Anhängseln Photosynthese. Nachts sucht der Gärtnerwurm in Felsspalten Schutz vor Feinden, wie den Waldflische, welche von Fischen abstammen, deren Brustflossen sich zu Flügeln umgebildet haben. Bei Tagesbeginn kriecht er dann hervor und spreizt seine grünen Körperhänge, in den Algen aus Sonnenlicht Zucker herstellen. So produziert der Gärtnerwurm seine eigene Nahrung. Die Symbiose aus Wurm und Alge bewegt sich durch sich durch das abwechselnde zusammenziehen und entspannen der Muskeln fort. Mit den kleinen Fühlern an der Seite tastet der Wurm seine Umgebung ab.

Szene 6: Was wir lernen sollten / Kritik an Schule (von Eva und anderen)
chorisches Sprechen vieler: Wir sind eine Jugend ohne Worte, aber vollgefüllt mit Zahlen, Noten und Werten.
Spieler 1: Ich bin fast 18 und habe keine Ahnung von Steuern, Miete oder Versicherungen. Aber ich kann eine Gedichtanalyse schrieben. In 3 Sprachen!
Alle chorisch: Was wir lernen sollten?
Kochen: Spielerin (nimmt den Pizzakarton „Die Affenfrische“ und liest die Zutatenliste vor): Weizenmehl, zerkleinerte Tomaten (26%), schnittfester Mozzarella (14%), Wasser, pflanzliche Öle und Fette z.T. gehärtet, jodiertes Speisesalz, Backhefe, Zucker, modifizierte Stärke, Salz, hydrolysiertes Sojaeiweiß, Hefeextrakt, Glucosesirup, Würzgemüse, Säuerungsmittel Milchsäure…. Bäh!
Wie trenne ich Müll korrekt? (Diener bringt auf Tablett einen Teebeutel, S. zeigt ihn stolz): „So, Papier (macht jeder kleinste Teilchen einzeln ab, schmeißt es hinter sich, andere
kommen aus Offs und fangen auf, Freeze), Metallklammer, Faden, Tee (strahlt): Ist Bio!, Papierbeutel (überlegt, klappt Mund eines Spielers auf, schmeißt Papier hinein, klappt Mund zu, reibt sich die Hände): Erledigt!
Waschmaschine bedienen: Mami, kann ich dir vielleicht doch nochmal meine Wäsche bringen: Irgendwie funktioniert das bei mir nicht so?
Steuererklärung (kommt aus Off mit dickem Buch)
Partner finden (aus Off schieben Spieler Kandidaten zu ihr): Alle 11 Minuten verliebt sich ein Single auf Parship! – Tinder
Kinder kriegen: Frau bei Geburt, Fruchtblase platzt (Wasserschwall zwischen Beinen): Oh … nein!
Kinder erziehen: Mutter zu Kleinkind genervt schreiend: Jaqueline-Chantal-Kimberley-Josie – Emily, komm sofort her!
Handwerkliches
Handwerker (liest aus Bedienungsanleitung laut vor): Befestigen Sie Teil F an Teil E. Versammeln Sie alle drei Beine. Befestigen Sie versammelte Beine an C-3 Unterpfahl. Verbrauchen Sie zwei Höhlen bei ES und eine Höhle bei FS. Da jetzt schon von selbst das Überdruckventil in die Nut des Nippels passt, kurbeln Sie die Kurbel des Kurbellagers, bis der Haken den Schlepper erfasst. (Er schraubt und baut eifrig, bis zum Schluss alles zusammenkracht.)

Zitat 4: Das Merkwürdige an der Zukunft ist wohl die Vorstellung, dass man unsere Zeit einmal die gute alte Zeit nennen wird.
Ernest Hemingway

Szene 7: Gerrys Traum von seiner Zukunft (von Till)
Personen: Gerry, Mutter, Frau, Kind;
Lernen am Tisch; Musik über Kopfhörer „too eas“y – oomiee.
Gerry sitzt am Tisch und lernt. (Bühnenmitte)
Gerry liest, schreibt, dabei stellen sich die Gedanken seines Lesens (=Personen) hinter ihm auf zum Standbild, drücken ihn immer ein Stückchen mehr herunter…
Gedanke 1 (G1): Erläutern Sie den Konjunkturzyklus!
G2: Rechnen Sie mit der hesseschen Normalform!
G3: Erstellen Sie ein Nachhaltigkeitsdreieck!
G4: Erläutern Sie die Substratinduktion und Endproduktrepression bei Enzymen!
G5: Interpretieren Sie mit Fachbegriffen, was Bach mit der dritten Sinfonie aussagen wollte!
G6: Stellen Sie die Reaktionsgleichung zu Essigsäuremethylester dar!
G7: Ecrivez un resumee du chapitre 3 du „Petit prince“!
G8: Analysieren Sie den „Prolog im Himmel“ aus Goethes „Faust“!
Gerry arbeitet und schreibt immer hektischer, guckt hilflos, streicht durch etc.
Mutter (aus dem Off): Gerrylein!
Gerry: Ja, Mama?
Mutter: Was machst du denn?
Gerry: Ich lerne! (Musik „Where we started“Instrumental von Dayon erklingt, Gerry schläft ein)
Standbild links: WUNSCHVORSTELLUNG: Luxusleben
Was er in seinem Leben erreichen möchte? Abitur machen, viel Geld verdienen, mit seiner Familie auf Reisen gehen und den Luxus genießen. Allerdings will er nicht den ganzen Tag nur im Büro verbringen und auf den Bildschirm starren, sondern er möchte ein spannendes Leben führen.
Standbild rechts: HORRORVORSTELLUNG: Hamsterrad
Als er sich an den Kopf fasst, merkt er, dass ihm schon ein Großteil seiner Haare fehlt. Beim Aufstehen schmerzt sein Rücken. Plötzlich steht eine kräftige Frau vor ihm: „Es ist schon 6:30: Du musst dich beeilen, sonst kommst du noch zu spät zur Arbeit! Wozu taugst du überhaupt? Immer muss ich dich an alles erinnern. Ohne mich stündest du längst ohne Job da und würdest unter Brücken hausen.“
Im Büro: überall Computer und langweilige Büromenschen im Anzug, auch er trägt einen. Wie in Trance geht er zum Schreibtisch, auf dem sein Namensschild steht. Er checkt sein Konto: rot!
Aufwachen, Entsetzen. Mit Erleichterung merkt er, dass es nur ein Traum war. Motiviert arbeitet er weiter am Lernstoff.
Gerrys Traum von seiner Zukunft (Darstellungsidee von Till)
Schwarze Bühne, Musik beginnt zu spielen (I Remember Clifford – Lee Morgan).
Ein Scheinwerfer geht langsam an und erleuchtet Gerry an seinem Schreibtisch.
Auf dem Schreibtisch befindet sich eine Federtasche, ein Buch, ein Heft, eine Wasserflasche und eine Lampe.
Gerry schreibt, streicht sich durch die Haare, nimmt ein Schluck aus der Flasche, reibt sich die Augen und schreibt weiter. Dabei stützt er sich erschöpft mit den Armen ab.
Es gehen nacheinander Lichter an (immer an verschiedenen Orten) und an jedem Ort steht ein Spieler und gibt Gerrys Gedanke wieder. Nachdem er seinen Gedanken geäußert hat, geht das Licht aus und der Spieler geht ins Off. (Musik läuft immer noch)
Während dessen wird Gerry immer müder und verzweifelter
Bis er am Ende mit dem Kopf auf dem Tisch eingeschlafen ist. (Musik verstummt)
Die linke Seite der Bühne erhellt sich in angenehmen Farben und Musik beginnt leise zu spielen. (What A Wonderful World – Louis Armstrong)
Luxus Gerry betritt die Bühne (gut gekleidet, Sonnenbrille auf, aufrechter Gang und zieht einen kleinen Koffer hinter sich her)
Luxus Gerry sagt: “Kinder kommt Mama wartet schon beim Chauffeur im Auto. Wir wollen doch nicht unseren Flug nach Bali verpassen. Ach was sag ich da, es ist ja eh unser Privatjet.“ (Musik geht aus)
Die linke Seite wird wieder dunkel und die rechte Seite erleuchtet in Rot oder kalten Farben. Musik: „It´s dark outside, Mary Riddle“
Horror-Gerry wird von seiner Frau unfreundlich geweckt und zieht sich ein schlecht passendes Hemd über das Unterhemd und macht seinen krummen Rücken etwas grade und geht sich durch die Haare, dabei verliert er etwas Haar.
Szenenwechsel: Licht aus, Licht ein. Gerry setzt sich an einen alten Monitor und beginnt auf einer Tastatur zu tippen.
Viele Spieler laufen um seinen Schreibtisch herum, alle genauso gekleidet wie er. Einige tragen Pappschilder mit der Aufschrift „Schulden“, „Konto überzogen“, „psychische Probleme“ und „körperliche Probleme“, um Gerrys Probleme zu zeigen. Musik „Paradigm – Philippe Briand and Gabriel Saban.
Rechte Seite wird dunkel. Während Luxus- und Horrorvorstellung hat der junge Gerry geschlafen und wacht nun aus seinem Traum erleichtert auf.

Zitat: Eine Frau macht sich Sorgen um ihre Zukunft. Bis sie heiratet. Ein Mann macht sich keine Sorgen um seine Zukunft. Bis er heiratet. Yves Montand

Szene 8: Erstes Aufeinandertreffen (von Lina)
Kunde zückt sein Handy, ruft die What´sApp-Einkaufsliste auf, sucht im Supermarkt herum.
Kunde (murmelt, stöhnt): Toilettenpapier…
EH-9 (Android, spricht technisch): Kann ich Ihnen helfen?
Kunde: Wer sind Sie?
EH-9: Ich bin Ihr Einkaufshelfer. EH-9.
Kunde: Einkaufshelfer??
EH-9: Ja, Einkaufshelfer. Sie sagen mir, was Sie benötigen, und ich werde Ihnen die besten und günstigsten Produkte heraussuchen.
Kunde: Ah, okay. Ich habe eine Liste…
EH-9: Das macht es natürlich einfach. Könnten Sie mir diese übermitteln?
Kunde: Wie soll ich das anstellen?
EH-9: Halten sie die Liste an den Bildschirm an meinem Bauch.
Kunde befolgt die Anweisung des Roboters: Und jetzt?
EH-9: Gehen sie einfach zum Ausgang und warten Sie auf die Nummer 91.
Kunde: Danke.
Kunde begibt sich zum Ausgang, schaut dem Roboter aber nochmal verwirrt hinterher;
Roboter macht sich auf dem Weg, um die Produkte zusammenzusuchen.
Am Ausgang steht dann schon der volle Einkaufswagen bereit.
Kunde: Wo kann ich meinen Einkauf nun bezahlen?
ET-7: Das haben Sie doch schon getan.
Kunde: Nein, ich haben nur mit dem Rob… Ihrem Kollegen gesprochen, der mir meinen Einkauf zusammengesucht hat.
ET-7: Sie meinen EH-9. Der hat auch schon die Bezahlung durchgeführt.
Kunde: Wie denn das?
ET-7: Ihr Handy hat die Bankdaten schon sein System übermittelt.
Kunde: Und wozu dienen Sie nun?
ET-7: Gestatten: Einkaufsträger Nummer 7. Ich verstaue selbstverständlich Ihren Einkauf in Ihren Wagen.
Kunde: Selbstverständlich also… Woher wissen Sie überhaupt, dass ich mit dem Auto hergekommen bin?
ET-7: Sie sind ja witzig. Ha-ha. EH-9 und ich beobachten Sie, seitdem Sie das Gelände mit Ihrem Auto befahren haben. Deswegen weiß ich auch genau, welches Ihr Auto ist und wo es steht. Sie müssen mich jetzt nur noch zu Ihrem Auto begleiten, damit Sie es öffnen und ich Ihren Einkauf verstauen kann.
Kunde: Also… ich gehe in ein Geschäft hinein, übermittle meine Einkaufsliste und meine Bankdaten an einen Rob… äh einen Arbeiter, gehe zum Ausgang, wo ein weiterer Mitarbeiter wartet, um meinen Einkauf zu verstauen, während meine einzige Aufgabe ist, das Auto zu öffnen???
PR-7: Ganz genau. Ich hätte übrigens auch noch einen Vorschlag für Ihre nächste Einkaufsliste: Deo.

Zitat 6: Was man heute als Science Fiction beginnt, wird man morgen vielleicht als Reportage zu Ende schreiben müssen.
Norman Mailer

Szene 9: Tagesablauf 2069 (von Lina und Rana)
Willkommen in der Zukunft, mein Tagesablauf im Jahr 2069!
7:00 Uhr Aufstehen! Langsam trotte ich ins Badezimmer. Ab unter die Massage-rund–um-Dusche. Ein Blick auf meine Terrawatch, die bereits meine Kleidung für den Tag ausgewählt
hat. Natürlich an das Wetter angepasst. Ein Gang in den Technoschrank und ich bin umgezogen.
Da kommt auch schon RV79 angerollt, mein persönlicher Roboter. Bereit die Aufgaben im Haushalt für den Tag zu übernehmen, die ich ihm per Sprachsteuerung übermittle. Mein Frühstück steht auch schon im Kühlschrank für mich bereit, angerichtet von unserem Zentral-PC.
Das Wetter ist gut, deswegen entscheide ich mich für mein Jetpack statt meines fliegenden Autos. Bei dem Flug über die Häuser und E-Bäume, ein künstlicher Ersatz für normale Bäume, blicke ich auf das triste Grau. Bäume, Wiesen, alles ist technologischen Neuerungen gewichen. Supermärkte wurden längst abgerissen, immerhin kann man sich heutzutage alles per Drohne liefern lassen.
Auf der Arbeit befasse ich mich mit Helena, die in Zukunft die Kinder austragen soll. Eine künstliche Mutter sozusagen.
Als ich um 16 Uhr von der Arbeit komme, unterhalte ich mich telepathisch mit meiner Frau. Mein Sohn wird Zuhause von G9, unserem Schulroboter unterrichtet, anschließend spielt er mit F5 ein Hologramm-Game.
Zum Abendessen gibt es Hamburger und Pommes aus der Tube. Einmal kurz aufgewärmt und schon ist das Essen fertig. Alles bestellt online und geliefert von unserer persönlichen Drohne. Bezahlt wird mit Digi-Coins, der weltweiten Onlinewährung. Bargeld gibt es schon lange nicht mehr.
Anschließend wird mein Sohn von F5 bettfertig gemacht, währenddessen starte ich unsere digitale Wand. Ich erledige noch schnell ein paar Kleinigkeiten und lege mich dann auch schlafen.
Inszenierungsideen zu Szene 9 von Johanna und Nele
Als Idee hatten wir überlegt, die Szene als eine Art Reportage/Dokumentation zu drehen. Alle Szenen sollen in der Schule gedreht werden. Das Video soll stumm sein, danach soll Arans Stimme aufgenommen werde, der die Geschichte als Vater erzählt. Die Stimme wird dann dem Video passend zurecht geschnitten, so dass das Video mit Arans „Erzählstimme“ im Hintergrund abläuft. Das Zitat von Szene 8 passt außerdem mit dem Stichwort Reportage ganz gut als Übergang.
Ideen:
• Badezimmer: Schul-Toilette
• Dusche: zwei in weiß gekleidete Leute, einer mit dem Duschkopf in der Hand, einer hält eine Bürste, als Witz vielleicht eine Badekappe mit Blumen.
• Technoschrank: zwei weiße Leute, ziehen einen Pullover an, setzen eine Cap auf, weiße Trennwände als Schrank.
• Kühlschrank: Kantine, Kühlschrank in der Küche, Arbeitsfläche als Tisch.
• Jet pack: Schulparkplatz, in der einen Parkbucht ein Auto, in der anderen ein Jet pack=Entscheidung, Drohnenaufnahmen aus dem Internet, Bilder und Videos (Zerstörte Supermärkte, Bäume, Wiesen…..), Drohne im Bild vorbeifliegen sehen=Lieferservice der Drohne.
• Helena: Klassenraum, tauschen Blätter aus und besprechen sich.
• Unterricht: Physikraum, an der Tafel unterrichtet.
• Game: Schulhof
• Abendessen: Tube kaufen, in die Mikrowelle, Ping fertig.
• Lieferung Drohne: Klassenzimmertür aufmachen, im toten Winkel eine Person, die das Paket von oben vor der Tür fallen lässt.
• bettfertig: Bademantel, Puschen, Zähne geputzt vom Roboter.
• digitale Wand: Leinwand im Foyer herunterfahren.
• Kleinigkeiten: am Schreibtisch sitzen, Brille abnehmen, Augen reiben, (gähnen).

Zitat 5: Heute ist die Utopie vom Vormittag die Wirklichkeit vom Nachmittag. Friedrich Nietzsche