Musiktheater

Lulu

Oper von Alban Berg
Fassung für Soli und Kammerorchester von Eberhard Kloke

Weitere Bilder

„Hereinspaziert in die Menagerie, ihr stolzen Herrn, ihr lebenslust`gen Frauen. Das wahre Tier, das wilde, schöne Tier, das – meine Damen!– sehn Sie nur bei mir", verspricht der Tierbändiger im Prolog und kündigt seine neueste Sensation an: Lulu– die Verführung in Person. Nicht nur die männlichen Verehrer zerschellen scharenweise an ihren Reizen, auch Frauen verfallen ihr bedingungslos. Einen Medizinalrat, einen Maler, Dr. Schön und dessen Sohn Alwa, einen Prinzen, einen Athleten, einen Gymnasiasten und schließlich die Gräfin Geschwitz zieht sie in ihren Bann. Nur wenige überstehen die Beziehung mit Lulu unbeschadet, viele bezahlen mit ihrem Leben. Doch zuweilen ist Lulu selbst ein Spielball einer gnadenlosen Männerwelt und dient als Projektionsfläche unterschiedlichster Fantasien. Geschildert wirde der gesellschaftliche Aufstieg (und letztlich auch der Fall) einer Frau, die den einzigen Mann, der sie wirklich liebt, ermordet. Aus dem Gefängnis flieht sie zunächst nach Paris, dann nach London, wo sie schließlich selbst dem legendären Serienmörder Jack the Ripper zum Opfer fällt.

Mehr als sieben Jahre arbeitete Alban Berg an der Komposition seiner zweiten oper Lulu, die auf Frank Wedekinds Drama „Der Erdgeist" und„Die Büchse der Pandora" fußt. Er verschrieb sich vollkommen dem dramatischen Ausdruck, zerrte menschliche Abgründe ans Licht und präsentierte in diesem Werk eine der fesselndsten und zugleich mysteriösesten Frauenfiguren des Musiktheaters. Lulu gehört zu den musikalischen Schlüsselwerken des 20. Jahrhunderts und ist in dieser Spielzeit erstmals am Schleswig-Holsteinischen Landestheater zu erleben.

Vorstellungsdauer: ca. 2 Stunden 45 Minuten, Pause nach dem 
06.05.2017 11:00 Stadttheater Flensburg
Eingestimmt!
3 €
13.05.2017 19:30 Premiere Stadttheater Flensburg
E-Preise 25 - 39 €
17.05.2017 19:30 theater itzehoe
Muss leider entfallen
*-Preise

Besetzung

Musikalische Leitung: Peter Sommerer 
Inszenierung: Peter Grisebach
Ausstattung: Martin Fischer

Mit:
Lulu: Eun-Joo Park
Tierbändiger: Daniel Dropulja
Maler: Christopher Hutchinson
Dr. Schön: Kai-Moritz von Blanckenburg
Alwa: Junghwan Choi
Medizinalrat: Rouben Sevostianov
Schigolch: Markus Wessiack
Theatergarderobiere: Paulina Schulenburg
Theaterdirektor: Daniel Dropulja
Prinz: Samuel Smith
Gräfin Geschwitz: Eva Schneidereit
Athlet: Daniel Dropulja
Gymnasiast: Paulina Schulenburg
Kammerdiener: Samuel Smith
Neger: Christopher Hutchinson
Professor: Rouben Sevostianov
Jack the Ripper: Kai-Moritz von Blanckenburg

Schleswig-Holsteinisches Sinfonieorchester