Bryan Cheng, Violoncello

Der Gewinner des größten Preises für junge Musiker des Canada Council for the Arts 2017, der 20-jährige kanadische Cellist Bryan Cheng, hat durch seine „absolut erstaunliche“ (La Presse) Beherrschung des Cellos und seine „reichliche Begabung, natürliche Musikalität und Gefühl der Freude“ (New York Concert Review) große Aufmerksamkeit erregt. Er gab mit zehn Jahren sein Solodebüt mit dem Orchestre de chambre I Musici de Montréal, sein Carnegie Hall Recitaldebüt mit 14 und zuletzt sein Solodebüt mit der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen unter Leitung von Joshua Weilerstein im Großen Saal der Hamburger Elbphilharmonie.

Höhepunkte der Saison 2018/2019 sind Solodebüts mit dem Schleswig-Holsteinischen Sinfonieorchester unter der Leitung von David Geringas und dem New Yorker Adelphi Orchestra unter Richard Owen. In den letzten Saisons trat Bryan als Solist mit dem National Arts Centre Orchestra, Niagara Symphony Orchestra, National Youth Orchestra, Esprit Orchestra und dem Südwestdeutschen Kammerorchester Pforzheim auf, unter anderem mit Jonathan Darlington, Yuli Turovsky und Alain Trudel.

Auch als Kammermusiker sehr gefragt, tourt Bryan Cheng ausgiebig als Cellist des Cheng2 Duo. Er trat in allen kanadischen Provinzen, einem Dutzend Ländern und auf drei Kontinenten auf, unter anderem in Montréals Maison Symphonique, Torontos Koerner Hall, Edmontons Winspear Centre, Aspens Harris Hall, Brüssels Flagey Hall, in der Berliner Philharmonie und im Shanghai Poly Grand Theatre sowie bei internationalen Festivals wie Trasimeno, Dresdner Musikfestspiele, Aspen, Ottawa Chamberfest, Toronto Summer Music Festival, Festival of the Sound und Virée classique des Montreal Symphony Orchestra.

Bryan Cheng ist Gewinner des 2. Preises, des Sonderpreises der Hamburgischen Vereinigung von Freunden der Kammermusik und des David Geringas Sonderpreises beim renommierten TONALi Cellowettbewerb 2018 in Hamburg. Zudem ist er Sieger des Adelphi Orchestra International Competition in New York, 1. Preisträger des National Arts Centre Bursary Competition, 2. Preisträger des Montreal Symphony Orchestra Manulife Competition und einer der „30 hot Canadian classical musicians under 30” von CBC sowie Stipendiat der Sylva Gelber Music Foundation.

Im Laufe der Jahre hat er ein Konzertrepertoire aus fünf Jahrhunderten angesammelt und widmet sich gleichermaßen den traditionellen Meisterwerken und der Musik seiner Zeit. Er hat bereits elf Uraufführungen gegeben, darunter zwei Stücke der kanadischen Komponistin Alexina Louie in seinem zweiten Carnegie Hall Recital, die nordamerikanische Uraufführung eines Cellokonzerts des britisch-russischen Komponisten Gabriel Prokofjew (Enkel von Sergei) in der Koerner Hall mit dem Esprit Orchestra und zuletzt ein Multimedia-Projekt mit fünf neuen kanadischen Werken von Komponisten aus allen Regionen des Landes in der National Gallery of Canada.

Bryan Cheng hat zwei hochgelobte Alben auf dem deutschen Klassik-Label audite veröffentlicht, zuletzt „Violonchelo del fuego“ (Juni 2018). Sein Debütalbum „Violoncelle français“ wurde als eine der Top 8 CDs von 2017 des WCRB Classical Radio Boston ausgewählt. Beide Aufnahmen wurden von internationalen Presse und Publikationen in Frankreich, Luxemburg, Deutschland, den Niederlanden, Großbritannien, Kanada und den USA für ihre „musikalische Sensibilität“, „Reife und Perfektion“, „phänomenale Virtuosität“, „extrem phantasievolle und persönliche Interpretation“, „Geschmack, sicheres Gespür für Phrasierung und Klangschönheit“ gelobt.

Zu den Konzerthighlights aus den letzten Saisons gehören eine 12-Stadt Küste-zu-Küste-Tournee durch Kanada als Solist mit dem National Youth Orchestra of Canada, 16-Stadt Recital-Tournee in Ontario und Québec als Jeunesses Musicales Canada Künstler, 10-Stadt Atlantisches Kanada Recital-Tournee als Debut Atlantic Künstler, 13-Stadt Recital-Tournee durch China und weitere Recitals und Auftritte bei renommierten Konzertreihen in Los Angeles, New York, Vancouver, Winnipeg, Hamilton, Toronto, Ottawa, Montréal, Halifax, Wien, Liechtenstein und Berlin.

Bryan Cheng hat hunderte von Stunden seines Spiels gespendet für Benefizveranstaltungen für verschiedene lokale, nationale und internationale Wohltätigkeitsorganisationen, darunter die Ottawa Hospital Foundation, Ottawa Snowsuit Fund, Leading Note Foundation, Young String Performers Foundation, Freunde des National Arts Centre Orchestra, Bundesjugendorchester von Jamaika, Kanadisches Rotes Kreuz usw. und hat Tausende von Dollar für Kinder in Kanada und im Ausland gesammelt. Er hat auch drei seiner früheren Celli an OrKidstra gespendet, das dem El Sistema-Programm in Venezuela nachempfunden ist und benachteiligten Kindern in Ottawa kostenlose Instrumente und Unterrichtsstunden bietet.

Ehemaliger Schüler von dem Cellisten und Dirigenten Yuli Turovsky sowie von Hans Jørgen Jensen der Northwestern University, studiert Bryan Cheng derzeit an der Universität der Künste in Berlin im Studio von Jens Peter Maintz. Er erhielt weitere künstlerische Impulse von David Geringas, Frans Helmerson, Menahem Pressler, Lawrence Lesser, Richard Aaron, David Finckel und Jian Wang. Er spielt ein 1754 venezianisches Cello von Bartolomeo Tassini.

Foto: Uwe Arens