1. SINFONIEKONZERT
Konzert

1. SINFONIEKONZERT

SYNÄSTHESIE

Claude Debussy (1862–1918)
„Prélude à l‘après-midi d‘un faune“ Sinfonische Dichtung L. 86 

Benjamin Attahir (*1989)
Klarinettenkonzert „Love is Louder“ (musikalische UA)

Igor Strawinski (1882–1971)
Auszüge aus der Suite „Der Feuervogel“

Alexander Scriabin (1872–1915)
„Le poème de l‘extase“ op. 54 (Bearb. Niklaus Aeschbacher)

 

Unter dem Titel SYNÄSTHESIE zeigen die Werke des 1. SINFONIEKONZERTS, wie Musik das Verschmelzen von Sinneswahrnehmungen auf unterschiedliche Weise erfahrbar macht: Claude Debussys sinfonische Dichtung „Prélude à l’après-midi d’un faune“ rückt anstelle traditioneller symphonischer Entwicklung Klangfarben und Stimmungen in den Mittelpunkt. Ausgehend von Stéphane Mallarmés gleichnamigem symbolistischen Gedicht gestaltet Debussy die Traumwelt des Fauns in einer fein nuancierten Orchestersprache. Das berühmte Flötensolo zu Beginn prägt den Charakter des gesamten Werks und eröffnet eine Klangwelt von schwebenden Übergängen und vielschichtigen atmosphärischen Nuancen.

Benjamin Attahirs Klarinettenkonzert „Love is Louder“, das in diesem Konzert seine musikalische Uraufführung erlebt, entstand für die Klarinettistin Annelien Van Wauwe. Inspiriert von der Symbolik des Regenbogens werden die einzelnen Abschnitte des Werks verschiedenen Farben zugeordnet. Der Regenbogen erscheint dabei als kulturübergreifendes Symbol für Hoffnung, Vielfalt und Verwandlung. Der Titel, eine Referenz auf einen Slogan aus der LGBTQ+-Bewegung, verweist auf die Idee von Offenheit, Verbundenheit und gegenseitigem Respekt.

Mit seiner farbig glühenden Ballettmusik „Der Feuervogel“ gelang Igor Strawinski 1910 der internationale Durchbruch. Für die legendären „Ballets russes“ entstanden, verbindet das Werk russische Märchenwelt, mitreißende Rhythmen und schillernde Orchesterfarben zu einem faszinierenden Klangerlebnis. Die von Strawinski selbst eingerichtete Orchestersuite trug wesentlich dazu bei, dass die Musik auch außerhalb der Bühne ihren festen Platz im Konzertrepertoire fand.

Alexander Skrjabins „Poème de l’extase“ schließlich zählt zu den eindrucksvollsten Orchesterwerken des frühen 20. Jahrhunderts. Von einem eigenen poetischen Programm ausgehend gestaltet Skrjabin einen groß angelegten, symbolisch aufgeladenen musikalischen Spannungsbogen, der von der Idee schöpferischer Entfaltung und ekstatischer Selbstverwirklichung getragen wird. Mit seiner außerordentlichen Farbigkeit und visionären Klangsprache verbindet das Werk musikalische, philosophische und mystische Vorstellungen zu einer einzigartigen Klangwelt.

 

Besetzung

Leitung

Dirigent: Harish Shankar
Klarinette: Annelien Van Wauwe

Mit

Sinfonieorchester des SH Landestheaters

Termine

  • Dienstag
    Di, 29.09.26

    19.30 Uhr

    A. P. Møller Skolen, Schleswig
  • Mittwoch
    Mi, 30.09.26

    19.30 Uhr

    Deutsches Haus, Flensburg
    Einführung | 18.30 Uhr
  • Donnerstag
    Do, 01.10.26

    19.30 Uhr

    NordseeCongressCentrum, Husum
    Einführung | 19.00 Uhr
  • Freitag
    Fr, 02.10.26

    19.30 Uhr

    Stadttheater, Rendsburg
    Einführung | 19.00 Uhr
  • Sonntag
    So, 04.10.26

    18.00 Uhr

    theater itzehoe, Itzehoe
    Einführung | 17.30 Uhr