5. SINFONIEKONZERT
IDENTITÄTEN
Ulvi Cemal Erkin (1906–1972)
„Köçekçe“ Suite
Peter Klohmann (*1986)
„Identigration?“
Johanna-Leonore Dahlhoff (*1982)
Concertino für Kammerorchester
Rabie Azar (*1980)
„Zan“ („Buche“)
Pjotr Iljitsch Tschaikowski (1840–1893)
Sinfonie Nr. 6 h-Moll „Pathétique“ op. 74
Unter dem Titel IDENTITÄTEN zeigt das Programm des 5. Sinfoniekonzerts, wie spannend die Begegnung verschiedener Kulturen sein kann. Das Schleswig-Holsteinische Sinfonieorchesters schließt sich dafür mit Mitgliedern des Bridges Kammerorchesters zu einem multikulturellen und grenzüberschreitenden Konzertabend zusammen.
In der ersten Konzerthälfte stehen Werke aus den Reihen des Bridges Kammerorchesters auf dem Programm, dessen Mitglieder ihre Stücke selbst komponieren und arrangieren. Passend zum Leitgedanken des Abends beleuchtet Peter Klohmann in „Identigration?“ die Wechselbeziehung zwischen Identität und Integration. Dabei setzt er auf eine große stilistische Bandbreite – von Klassik über Jazz mit indischen Einflüssen bis hin zu Disco- und Funk-Sounds. Johanna-Leonore Dahlhoffs Concertino wiederum ist eine Reminiszenz an das berühmte Konzert für Orchester von Béla Bartók. In der Form eines barocken Konzerts komponiert und in der europäischen Musiktradition verwurzelt, werden deren Grenzen verschoben und vielfältige musikalische Einflüsse kunstvoll zu einem neuen Klang verwoben. Ergänzt wird diese Entdeckungsreise durch Rabie Azars „Zan“. Den Auftakt bildet die Tanzrhapsodie „Köçekçe“, die bekannteste Orchesterkomposition von Ulvi Cemal Erkin, die zu einem Schlüsselwerk der türkischen Musik des 20. Jahrhunderts geworden ist. Inspiriert von der osmanischen Tradition der Köçeks – das waren männliche Tänzer in Frauenkleidung – verbinden sich hier traditionelle türkische Rhythmen und Modi mit westlicher sinfonischer Klangsprache.
Die zweite Konzerthälfte ist der sechsten und letzten Sinfonie von Pjotr Iljitsch Tschaikowski gewidmet. Die „Pathétique“ ist ein bewegendes musikalisches Vermächtnis – voller Leidenschaft, Zerrissenheit und stiller Resignation. Vom geheimnisvoll-dunklen Beginn bis zum erschütternden, leise verklingenden Finale entfaltet sich eine eindringliche Klangreise zwischen Hoffnung und Abschied. Tschaikowski, der seine „ganze Seele“ in diese Sinfonie legte, beschrieb die Dramaturgie der vier Sätze mit den Worten: Zuversicht und Tatendrang – Liebe – Enttäuschung – Tod und Verzweiflung.
SIE WÜNSCHEN – WIR SPIELEN!
Als Besucher*in des 5. SINFONIEKONZERTS haben Sie die Wahl! Stimmen Sie am Konzertabend vor Ort ab, welches der folgenden Werke Sie im 8. SINFONIEKONZERT hören möchten – und freuen Sie sich darauf, den „Sieger” im Juli in Flensburg, Husum und Rendsburg zu genießen:
Johannes Brahms (1833–1897)
Sinfonie Nr. 2 D-Dur op. 73
oder
Nikolai Rimski-Korsakow (1844–1908)
„Scheherazade“ Sinfonische Suite op. 35
oder
Robert Schumann (1810–1856)
Sinfonie Nr. 3 Es-Dur „Rheinische“ op. 97
Besetzung
Leitung
Mit
Termine
19.30–21.45 Uhr
19.30–21.45 Uhr
20.00–22.15 Uhr
19.30–21.45 Uhr