8. SINFONIEKONZERT
WUNSCHKONZERT
Emilie Mayer (1812–1883)
Sinfonie Nr. 7 f-Moll
Dora Pejačević (1885–1923)
„Liebeslied“ (Rainer Maria Rilke) op. 39
„Schmetterlingslieder“ (Karl Friedrich Henckell) op. 52
„Verwandlung“ (Karl Kraus) op. 37b
SIE WÜNSCHEN – WIR SPIELEN!
Als Besucher des 4. und 5. SINFONIEKONZERTS hatten Sie die Wahl: Welches Werk möchten Sie im Juli 2026 im WUNSCHKONZERT hören? Sie haben fleißig abgestimmt und Ihre Entscheidung war deutlich.
Wir freuen uns darauf, gemeinsam mit Ihnen den Sieger zu genießen:
Nikolai Rimski-Korsakow (1844–1908)
„Scheherazade“ Sinfonische Suite op. 35
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Nachdem sich unser Publikum bei der Abstimmung zum WUNSCHKONZERT mit großer Mehrheit für Nikolai Rimski-Korsakows Sinfonische Suite „Scheherazade“ entschieden haben, ist das Programm des 8. SINFONIEKONZERTS fest in weiblicher Hand:
Zu den außergewöhnlichsten Erscheinungen der Musikgeschichte des 19. Jahrhunderts zählt Emilie Mayer. Zu Lebzeiten eine gefeierte Komponistin und als unkonventionelle Persönlichkeit bekannt, behauptete sie sich mit erstaunlichem Selbstbewusstsein in einer von Männern dominierten Musikwelt. Ihre um 1856 entstandene 7. Sinfonie verbindet dramatische Expressivität mit klassischer Klarheit und zeugt von großer kompositorischer Meisterschaft. Stürmische Passagen, lyrische Melodien und ein mitreißender Spannungsbogen lassen die Sinfonie zu einer eindrucksvollen Entdeckung werden.
Nicht weniger beeindruckend ist das Œuvre der kroatischen Komponistin Dora Pejačević, der wir in dieser Spielzeit unser Format STARK! gewidmet haben. Mit ihren Orchesterliedern eröffnet sie faszinierende Klangwelten zwischen spätromantischer Ausdruckskraft und impressionistischen Farben. Seit Hector Berlioz 1843 mit seinen vom Orchester begleiteten „Nuits d’été“ das Lied erstmals in den Rang großer Konzertmusik erhob, folgten Richard Wagner, Gustav Mahler, Richard Strauss oder auch Antonín Dvořák seinem Beispiel. Und auch Dora Pejačević schuf mit ihren vier Orchesterliedern Werke von großer emotionaler Tiefe und feiner orchestraler Raffinesse. Besonders „Verwandlung“ beeindruckt durch seine dunklen Klangfarben und meditative Intensität, während das „Liebeslied“ und die beiden „Schmetterlingslieder“ lyrische Wärme und irisierende Orchesterfarben entfalten.
Nikolai Rimski-Korsakow schließlich stellt in „Scheherazade“ die kluge und gewitzte Erzählerin der berühmten Märchensammlung „Tausendundeine Nacht“, die den grausamen Sultan Nacht für Nacht mit ihren Geschichten in ihren Bann zieht, in den Mittelpunkt seiner Komposition. Für eine Welt voller orientalischer Bilder und dramatischer Abenteuer verbindet Rimski-Korsakow als Meister der Instrumentation schillernde Orchesterfarben mit großer erzählerischer Kraft. So entstehen musikalische Szenen von suggestiver Bildhaftigkeit. Voller Klangzauber, Virtuosität und orchestraler Raffinesse präsentiert sich eines der farbenreichsten und fantasievollsten Orchesterwerke der Spätromantik.
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Das Konzert am 3. Juli 2026 findet statt im Rahmen des Rendsburger Kultursommers 2026.