Rueibin Chen*, Klavier

Rueibin Chens Karriere als international gefeierter Pianist beruht auf seiner technischen Brillanz, immensen Energie und seinem starken künstlerischen Ausdruck und ist geprägt von seinem chinesischen Erbe und seiner europäischen Ausbildung und Erziehung.

Er wurde in Taiwan geboren und erhielt seinen ersten Klavierunterricht im Alter von fünf Jahren bei seinem Vater. Mit dreizehn Jahren erhielt er ein Stipendium zum Studium am Wiener Konservatorium und wechselte anschließend an die Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover zu Lazar Berman. Rueibin Chen ist Preisträger zahlreicher internationaler Wettbewerbe, wie z. B. in Tel Aviv (Rubinstein), Warschau (Chopin), Salt Lake City (Bachauer), Athen (Callas), Wien, Manresa und Italien (Rom, Stresa) und gab im Alter von zehn Jahren sein Debüt mit dem Taipei Symphony Orchestra.

Als Solist trat er mit zahlreichen Orchestern auf der ganzen Welt auf, darunter dem Los Angeles Philharmonic, Budapest Symphony, Prague Symphony, dem Russian State Symphony, Singapore Symphony, China National Symphony, Shanghai Symphony, Taiwan Philharmonic, Hong Kong Sinfonietta und den London Chamber Players. 1984 gab Chen unter viel Beifall sein europäisches Debüt im Großen Saal des Wiener Konzerthauses. Einladungen führten ihn zu Festivals wie den Salzburger Festspielen, dem Schleswig-Holstein Musik Festival, Orange County Sommer Festival (USA), Festival Hongkong, Taipei Music Festival und zu den Chopin Festivals in Österreich, in der Tschechischen Republik und in Polen. Rueibin Chen ist Gast in allen großen Konzertsälen, so etwa in der Carnegie Hall und dem Lincoln Center in New York, der Walt Disney Concert Hall in Los Angeles, dem Musikverein und Konzerthaus in Wien, Gewandhaus in Leipzig, Concertgebouw in Amsterdam, Bolshoi Hall in Moskau, Frederick R. Mann Auditorium in Tel Aviv, Suntory Hall in Tokyo und dem National Performing Arts Center in Taipeh.

Neben seiner solistischen Tätigkeit ist Chen auch begeisterter Kammermusiker, z. B. zusammen mit dem Lark Quartet und dem Shanghai Quartet. Seine Erfahrungen gibt er in Meisterkursen am New England Conservatory in Boston und der International Music Adademy in Lugano weiter. Aufnahmen mit Werken von Chopin, Liszt, Wagner-Liszt, Grieg, Tschaikowsky, Debussy, Rachmaninoff, Strawinsky und Piazzolla sowie eigenen Bearbeitungen sind auf Labels wie Universal, Naxos und Jingo Records erschienen.

Zusätzlich zum klassisch-europäischen Repertoire setzt Chen sich für die Aufführung neuer Solo- und Klavierkonzerte chinesischer und taiwanesischer Komponisten ein, wie z. B. dem Yellow River Concerto, dem Love River Concerto oder der Winter-Trilogie.

In der Spielzeit 2021/2022 spielt er erstmals als Solist mit dem Schleswig-Holsteinischen Sinfonieorchester zusammen.

In der aktuellen Spielzeit:

Foto: Ben Chan Photography