Bernd Stepputtis

In seiner Heimatstadt Gelsenkirchen erhielt Bernd Stepputtis bereits im Alter von 17 Jahren eine Anstellung als Chorleiter und Organist. Nach dem Theologie-, Kirchenmusik- und Gesangsstudium stand er bereits mit Anfang 20 als Mitglied des „Sonderchores“ auf der Bühne der Bayreuther Festspiele. 1989 begann seine berufliche Laufbahn als Opernchorsänger an der Staatsoper Hannover. Es folgten die Deutsche Oper Berlin, die Hamburgische Staatsoper, die Staatsoper Unter den Linden in Berlin sowie regelmäßig der Chor der Bayreuther Festspiele und Gastengagements in Rundfunkchören. In diesen Jahren kam es zur Zusammenarbeit mit annähernd allen bedeutenden Dirigenten und Chorleitern.

Parallel zu seinem Engagement als Sänger an der Staatsoper in Hamburg intensivierte er seine Tätigkeit als Dirigent. Im Rahmen seines Wirkens als Kantor und Organist kam es für zehn Jahre zu einer engen Zusammenarbeit mit Musikern des NDR-Sinfonieorchesters und der Hamburger Philharmoniker. Für seine Aufführungen der großen Werke der Kirchenmusik in der Kreuzkirche in Hamburg-Wilhelmsburg wurde ihm im Jahr 2000 der „Wilhelmsburger Kulturpreis“ verliehen. Als künstlerischer und musikalischer Leiter der „Operetten Compagnie Hamburg“ dirigierte er Operettenproduktionen und zahlreiche Konzerte in Hamburg, Bremen, Niedersachsen und Schleswig-Holstein. Seine letztes Dirigat für die „OCH“, zu deren Ehrenmitglied er ernannt wurde, war ein Gala-Konzert mit Johannes Heesters in der Hamburger Laeisz-Halle.

Seit 2008 ist Bernd Stepputtis für die Einstudierung der Chöre des Schleswig-Holsteinischen Landestheaters verantwortlich. Nicht nur sein Einstand mit Wagners TANNHÄUSER fand überregionale Beachtung, sondern auch in besonderem Maße seine Arbeit an Werken jenseits des gängigen Repertoires wie DOKTOR FAUST von Busoni, RASJ’KOLNIKOFF von Sutermeister oder PREUSSISCHES MÄRCHEN von Blacher.