UNTERGANGSGESANG

Ein Podiumsgespräch zur Uraufführung von STEILKÜSTE

mit Autor Jochen Missfeldt, Historiker Prof. Dr. Gerhard Paul, Regisseur Wolfram Apprich und Ausstatterin Mirjam Benkner; Moderation: Martin Schulte (Ressortleiter Kultur, sh:z)

Sie spielte sich in Flensburg ab: Die letzte Episode des „Dritten Reichs“. Funktionäre des untergehenden Regimes feierten Orgien in den Bunkern, während auf den Straßen erschöpfte, verletze und ausgehungerte Kinder, Frauen und Alte lagerten und in den Bahnhof Züge mit KZ-Häftlingen einrollten.

Noch zwei Wochen lang war die geschäftsführende Regierung unter Großadmiral Dönitz nach der Kapitulation aktiv. Noch am 10. Mai, zwei Tage nach Kriegsende, wurden in der Geltinger Bucht Todesurteile gegen angebliche Deserteure vollstreckt. Jochen Missfeldts Roman STEILKÜSTE widmet sich diesem historisch belegten Geschehen um Marinesoldaten, die sich – statt in den befohlenen Endkampf um Berlin zu ziehen – auf den Weg nach Hause machen, aufgegriffen, verurteilt, hingerichtet werden.

Zum 75. Jahrestag der Kapitulation bringt das Schleswig-Holsteinische Landestheater eine Dramatisierung des Romans auf die Bühne. Eine Woche vor der Uraufführung diskutieren der Autor des Romans, das Inszenierungsteam und Historiker Gerhard Paul, der die NS-Zeit in Schleswig-Holstein intensiv erforscht, die tatsächlichen historischen Ereignisse und die Frage nach einem heutigen künstlerischen Zugriff: So absurd und fern sie auch anmuten, so aktuell und angesagt erscheint die Beschäftigung mit jenen Vorgängen, die noch weit bis in die Nachkriegszeit und heute fortwirken.

Besetzung

MIT

Jochen Misfeld
Prof. Dr. Gerhard Paul

Moderation

Martin Schulte, Ressortleiter Kultur sh:z

Termine

So 03.05.2011.00 Uhr

Flensburg (Stadttheater)

Jetzt Ticket ab 8€ buchen

Weitere Termine anzeigen

UNTERGANGSGESANG - Spielstätten

Stadttheater (Flensburg)