1. KAMMERKONZERT

Spielzeitraum: 01.10.2021 - 17.10.2021

Edwin-York Bowen (1884–1961)
Sonate für Flöte und Klavier op. 120

Arno Babadschanjan (1921–1983)
Trio fis-Moll für Klavier, Violine und Violoncello (1953)

Arturo Cardelús (*1981)
„Con Aire de Tango“ für Solo-Violine und Streichquintett

Die Werke des 1. KAMMERKONZERTS zeigen drei sehr unterschiedliche Komponisten von ihrer ganz gefühlvollen Seite: Der Brite Edwin-York Bowen komponierte seine romantische, überaus kontrastreiche und verspielte Flötensonate 1946 für den Flötisten Gareth Morris. Bowen, der auch die Orgel, Bratsche und das Horn beherrschte, zählte in England zu den bedeutendsten Pianisten seiner Zeit und wurde bereits als 25-Jähriger als Professor an die Londoner Royal Academy of Music berufen. Camille Saint-Saëns bewunderte ihn zudem als den „bemerkenswertesten jungen britischen Komponisten“, und vielen gilt er bis heute als „englischer Rachmaninow“.

Obwohl 2001 sogar ein Asteroid nach ihm benannt wurde, ist der armenische Komponist Arno Babadschanjan hierzulande nur wenig bekannt. Sein 1952 entstandenes Klaviertrio zählt zu seinen populärsten Werken und steht klanglich unüberhörbar in der Tradition der berühmten russischen Romantiker, allen voran sein großes Vorbild Aram Khatschaturjan sowie Sergei Rachmaninow. Hinzu kommen melodische und rhythmische Elemente, die Babadschanjan der armenischen Folklore entliehen hat und die in der Verbindung mit elegischen Kantilenen und sphärischen Geigenklängen eine ganz eigene, sehr reizvolle hochexpressive Tonsprache entstehen lassen. Im ungezügelt tänzerischen Schlusssatz des Klaviertrios öffnen schließlich jazzige, perkussive Klänge fulminant die Tür zur Moderne.

Nachdem der junge spanische Komponist und Pianist Arturo Cardelús zunächst als Filmkomponist international für Furore sorgte, begann er in den letzten Jahren auf der ganzen Welt auch die Konzertpodien zu erobern. Sein Kammermusikzyklus „Con Aire de Tango“, der den Tango von seiner ganz romantischen Seite zeigt, entstand im Auftrag des Violinisten Laurentius Dinca von den Berliner Philharmonikern und ist nicht nur eine Liebeserklärung an seine neue Heimat in den USA, sondern insbesondere auch an seine Frau Alice. Die Satzbezeichnungen spiegeln dabei wichtige Stationen seines Lebens wider, so steht am Anfang seine Geburtsstadt Madrid, gefolgt von Boston, wo Cardelús während des Studiums seine Frau kennenlernte. Anchorage ist dann die Heimatstadt seiner Frau und der Ort, an dem er geheiratet hat, bevor ihn der Weg schließlich nach Los Angeles führte, wo er bis heute lebt.

Besetzung

Mit

Termine

Fr 01.10.2119.30 Uhr

Schleswig (Domschule)

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So 10.10.2111.15 Uhr

Flensburg (Museumsberg)

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So 17.10.2111.15 Uhr

Rendsburg (Stadttheater)

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1. KAMMERKONZERT - Spielstätten

Museumsberg (Flensburg)

Domschule (Schleswig)

Stadttheater (Rendsburg)