7. SINFONIEKONZERT

SINFONISCHES!

Spielzeitraum: 27.05.2021

BITTE BEACHTEN SIE

Als Teil des Modellprojekts des Landes Schleswig-Holstein spielen wir von Ende April bis Ende Mai nur Vorstellungen im Stadttheater Flensburg und Stadttheater Rendsburg. Vorstellungen an anderen Orten müssen in diesem Zeitraum daher leider entfallen. Die Voraussetzungen für einen Vorstellungsbesuch finden Sier hier.

Das 7. SINFONIEKONZERT wird vom ursprünglich geplanten Termin am 26. Mai im Deutschen Haus auf Donnerstag, den 27. Mai 2021 im Stadttheater Flensburg verlegt.

Herzlichen Dank für Ihr Verständnis!

Ludwig van Beethoven (1770–1827)
Sinfonie Nr. 1 C-Dur op. 21

Francis Poulenc (1899–1963)
Sinfonietta FP 141

Als Beethoven am 2. April 1800 seine erste Sinfonie in seiner ersten eigenen Akademie im Wiener Hoftheater zur Uraufführung brachte, musste er sich nicht nur an den Londoner Sinfonien Haydns und den letzten Sinfonien Mozarts messen lassen, denen gegenüber er seinen eigenen Ton zu finden hatte, der Tag markiert auch den Beginn einer über 25 Jahre andauernden Entwicklung, in der Beethoven die sinfonische Tradition mit seinen insgesamt neun Sinfonien vollkommen auf den Kopf stellte und Maßstäbe setzte, an denen sich ganze Komponistengenerationen messen lassen mussten. Während die sogenannten „Neudeutschen“ Komponisten um Franz Liszt und Richard Wagner es für vollkommen unmöglich hielten, nach Beethoven überhaupt noch Sinfonien zu schreiben, brauchte Johannes Brahms, der Beethovens übergroßes Vorbild als „einen Riesen hinter sich marschieren“ hörte, zahllose Anläufe und Überarbeitungen, bis er nach 14 Jahren endlich wagte, seinen sinfonischen Erstling der Öffentlichkeit zu präsentieren.

Der elegante Pariser Komponist Francis Poulenc nähert sich dem Thema Sinfonie wesentlich spielerischer an: Als Mitglied der legendären „Group des six“ wandte er sich gegen die Opulenz der spätromantischen Komponisten und bekannte sich stattdessen zu einer Tongebung, die sich mit raffinierter Einfachheit dem Neoklassizismus, Jazz und Varieté verschrieb. Poulencs Sinfonietta ist sein einziges sinfonisches Werk, das 1947 im Auftrag der BBC zum einjährigen Jubiläum ihres dritten Programms entstand. Voller Charme und Witz fühlt man sich leichtfüßig und tänzerisch an Mozart oder auch Strawinski erinnert, manchmal blitzt ein wenig Tschaikowski durch, und das heitere Finale klingt, als wäre Haydn in die Welt des Varietés abgetaucht. Poulencs Devise macht es leicht, sich seiner Musik zu nähern: „Don’t analyze my music – love it!“

Besetzung

Dirigent

Ingo Martin Stadtmüller(Beethoven-Sinfonie)
Kimbo Ishii(Poulenc-Sinfonietta)

Schleswig-Holsteinisches Sinfonieorchester

Termine

7. SINFONIEKONZERT - Spielstätten

Stadttheater (Flensburg)