7. SINFONIEKONZERT

GROSS, GRÖSSER, AM GRÖSSTEN!
Schleswig-Holsteinisches Sinfonieorchester
in Zusammenarbeit mit dem Sønderjyllands Symfoniorkester

Spielzeitraum: 24.05.2022 - 25.05.2022

William Walton (1902–1983):
„Belshazzar’s Feast“
Kantate für Bariton, Doppelchor und Orchester auf ein Libretto von Osbert Sitwell nach Texten aus dem Alten und Neuen Testament

Richard Strauss (1864–1949):
„Ein Heldenleben“
Tondichtung für großes Orchester op. 40

Wahrhaft groß haben sie beide gedacht: William Walton mit seiner monumentalen Kantate „Belshazzar’s Feast“ wie auch Richard Strauss mit seinem orchestralen Klangrausch des „Heldenlebens“.

1929 beauftragte die BBC William Walton, der schon früh mit der großen britischen Chortradition in Berührung kam, ein kurzes Chorwerk zu schreiben, das nicht mehr als fünfzehn Instrumente erforderte. Herausgekommen ist ein wuchtiges Oratorium für einen Solisten, Doppelchor und eine riesige Orchesterbesetzung inklusive Schlagzeugbatterie und Orgel über Verse aus dem Alten und Neuen Testament. Im Zentrum der Handlung steht das rauschende Gastmahl des babylonischen Königs Belšazar, bei dem eine Hand erscheint und eine schicksalhaft-prophetische Botschaft an die Palastwand schreibt, die seinen nahen Tod und den Untergang seines Reiches vorhersagt.

Die Uraufführung am 8. Oktober 1931 wurde zu einem phänomenalen Erfolg und „Belshazzar’s Feast“ in England zu Recht als die bedeutendste große Chorkomposition seit Elgars „The Dream of Gerontius“ gefeiert.

Hinweise zum Programm von Richard Strauss’ sinfonischer Dichtung „Ein Heldenleben“ geben die Überschriften der einzelnen Teile, die den dramatischen Rahmen vorgeben, an dem sich die Fantasie des Komponisten entzündete. Entstanden ist eine tönende Biografie, denn ohne Zweifel ist Strauss selbst der Held. Unter der Verwendung von zahlreichen Zitaten früherer Werke inszeniert er sich in seinem 1897–1898 entstandenem Werk im heroischen Es-Dur der Beethoven’schen „Eroica“ als musikalischen Helden, der sich seinen Widersachern, das sind die Kritiker und Musik-Banausen im Publikum, im Kampf entgegenstellt, der sich auflehnt, liebt, kämpft und am Ende der Welt entsagt. Doch das Werk ist viel mehr als nur eitel-stolze Selbstinszenierung: Tatsächlich ist es auch ein Porträt des Künstlers und seines Schicksals an sich, der in der Gesellschaft letztlich doch immer eine Außenseiterposition innehat.

Mit Roland Böer konnte kurzfristig ein Dirigent von großem internationalen Renommee gewonnen werden. Er gastierte an führenden internationalen Opernhäusern, als Konzertdirigent leitete er große Klangkörper in Europa. Derzeit steht er am Staatstheater Nürnberg für eine Neuproduktion von Donizettis L’ELISIR D’AMORE am Pult.

Besetzung

DIRIGENT

SOLIST

Opern- und Extrachor des Schleswig-Holsteinischen Landestheaters, Mitglieder des Extrachores der Hamburgischen Staatsoper (Einstudierung: Bernd Stepputtis); Schleswig-Holsteinisches Sinfonieorchester in Zusammenarbeit mit dem Sønderjyllands Symfoniorkester

Termine

7. SINFONIEKONZERT - Spielstätten

Alsion (Sønderborg)

Deutsches Haus (Flensburg)